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Ulrich Zeidler |
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you visit illustrator Ulrich Zeidler at his Cologne home you will notice
that his doorbell sign reads "Dr. Ulrich Zeidler". This is likely the last
remaining hint at the fact that this man is "by trade" a cardiovascular
surgeon. His career up to his current occupation as freelance designer and
illustrator has by no means been straight or in any way conventional. His love of the arts was stimulated and encouraged by his father who confronted his 1967 born son early on with the work of such classic masters as Vermeer, Menzel, Schiele and others. But young Ulrich Zeidler was not satisfied merely admiring the creations of these artists. He rather picked up pen and paper in order to retrace the artifice of the masters with his own hands. Likewise he later examined contemporary French and American comics which held the young man spellbound lastingly in much the same way as did the great masters of old. What he liked he assimilated - this way Ulrich Zeidler trained his hand and eye long before he so much as thought of using the talent thus acquired for anything beyond pure fun. That the filling of sketchbooks might serve another purpose he discovered in the late 1970ies when he first layed hands on "The Art of Star Wars". The design work and the techniques the creators of "Star Wars" used to communicate their ideas and thus made this fantastic film possible impressed him greatly. At this point, with Ralph McQarrie, Joe Johnston and Nilo Rodis-Jamero the first motion picture designers entered Ulrich Zeidler's personal pantheon. At the time the idea of seeking a career in motion picture design seemed like nothing more than an unattainable dream from the teenager's point of view. Yet, he had caught the fever. Zeidler's work began gravitating around the never-before-seen. He conceived truckloads of flying objects, vehicles and daily-life-appliances filling veritable worlds of paper with things, people and other life forms. Before long artists like Syd Mead ("Blade Runner"), Ron Cobb ("Alien") and last but not least famous French comic book wizard Jean "Moebius" Giraud who's film credits include "Alien", "Willow" and "The Abyss" joined his list of role models. Nevertheless, for Ulrich Zeidler the end of high school also meant the end of his freedom to draw for the time being. After graduating he was faced with the hard choice of what to do with his life and decided in favor of studying medicine - not least because of his deep curiosity about science. The idea of being able to keep up the creative work during his leisure time while studying medicine did not stand up to reality. This became all the more evident as practical training progressively dominated Ulrich Zeidler's medical education. His decision to specialize in cardiovascular surgery, one of the more stressful fields of medicine, further pronounced that effect. Zeidler spent three years in the sweat shop of the surgical workaday routine in which he hardly ever found the time to pick up a pen - except in order to sign surgical procedure reports. "At one point in time I realized that I could very well live without the O.R. but never would I be able to live without my art", he says today. However, Ulrich Zeidler is not the type to give up. He finishes what he has started. In the case of his medical education this even included a clinical elective abroad at the "Texas Heart Institute", in Houston, TX, graduation from medical school and a doctoral thesis. All of that "summa cum laude". Nevertheless he took his leave of the medical field when the chance arose. It came in 1996. An informal conversation at an incidental meeting led to the offer for Ulrich Zeidler to participate in a fantasy film project as a storyboard artist. Soon after submitting his first sketches he was also asked to be conceptual designer on the project. Since then he has participated in numerous film- and television projects, storyboarded and illustrated commercials and designed immersive environments for trade fairs such as the EXPO 2000. Furthermore the scope of his work includes a number of cartoon books as well as many scientifically based life reconstructions and illustrations of dinosaurs for paleontological publications. ![]() |
Wenn
man den Kölner Illustrator Ulrich Zeidler zu Hause aufsucht und am Hauseingang
auf das Klingelschildchen schaut, dann steht da Dr. Ulrich Zeidler. Das
ist so ziemlich der letzte Hinweis auf die Tatsache, daß dieser Mann gelernter
Herzchirurg ist. Zu seiner heutigen Tätigkeit als freier Designer und Illustrator
kam der vielseitige Rheinländer nämlich nicht auf geradem Wege. Die Liebe zum Bild wurde von seinem Vater gefördert, der seinen 1967 geborenen Sprößling schon in jungen Jahren mit Werken klassischer Meister - wie z.B. Vermeer, Menzel, Schiele u.a. - in Berührung brachte. Allerdings ließ der junge Zeidler es nicht dabei bewenden, die Schöpfungen dieser Künstler nur zu bestaunen; vielmehr griff er sich bald Papier und Stifte, um den Kniffen der Großen eigenhändig nachzuspüren. In ähnlicher Form setzte er sich später auch mit zeitgenössischen Comics französischer und amerikanischer Herkunft auseinander, die das Interesse des Jugendlichen mindestens ebenso nachhaltig fesselten wie das Darstellungsvermögen der Könner aus vergangenen Zeiten. Was ihm gefiel, versuchte er zu verinnerlichen - auf diese Weise schulte Ulrich Zeidler sein Auge und seine Hand, lange bevor ihm überhaupt in den Sinn kam, das so geformte Talent zu irgend etwas anderem zu nutzen als zu seinem eigenen Vergnügen. Daß das Füllen von Skizzenblöcken auch einem anderen Zweck dienen kann, entdeckte er Ende der 70er Jahre, als ihm ein Exemplar von "The Art Of Star Wars" in die Hände fiel. Der Einblick in die gestalterischen Überlegungen und Arbeiten, welche dem fantastischen Filmerlebnis zugrundelagen, beeindruckte ihn nachhaltig. So hielten mit Künstlern wie Ralph McQuarrie, Joe Johnston und Nilo Rodis-Jamero die ersten Production Designer Einzug in den persönlichen Pantheon des Ulrich Zeidler. Die Idee, selbst einmal eine vergleichbare Laufbahn einzuschlagen, war nicht mehr als ein verlockender Wunschtraum - aus der Warte des Teenagers ohne jede Aussicht auf Erfüllung. Mit dem Fieber hatte er sich dennoch infiziert. Zeidlers Arbeit begann, um die Abbildung des Noch-nicht-gesehenen zu kreisen. Er entwarf stapelweise Flugobjekte, Fahrzeuge und Gebrauchsgegenstände, füllte Welten aus Papier mit Dingen, Menschen und anderen Lebensformen. Zu den bereits genannten Vorbildern gesellten sich im Lauf der Jahre Künstler wie Syd Mead, Ron Cobb ("Alien") und, nicht zu vergessen, Jean "Moebius" Giraud - jener berühmte französische Zeichner, der auch zahlreiche Filme mit seiner Arbeit bereicherte ("Alien", "Willow", "The Abyss", u.a.). Trotz der so erworbenen Fähigkeiten brachte das Ende der Schulzeit für Ulrich Zeidler jedoch zunächst auch das Ende seiner Freiheit zu zeichnen. Nach dem Abitur 1986 vor die Notwendigkeit einer Berufswahl gestellt, entschied er sich für das Studium der Medizin - nicht zuletzt auch aufgrund seiner anderen großen Leidenschaft, der Neugier auf naturwissenschaftliche Zusammenhänge. Der Lebensentwurf, neben der Tätigkeit als Mediziner in der Freizeit kreativ wirken zu können, hielt der Realität nicht stand. Dies trat um so deutlicher zu Tage, je mehr die praktische Arbeit als Arzt in den Vordergrund der Studienjahre rückte. Seine Entscheidung für das Fachgebiet der Herzchirurgie (eine der arbeits- und stressintensivsten Richtungen innerhalb der Medizin) tat das Ihre zur Betonung des Mißverhältnisses zwischen Plan und Wirklichkeit dazu. Zeidler verbrachte drei Jahre in der Knochenmühle des klinisch-operativen Alltags, in denen er kaum die Zeit fand, einen Stift in die Hand zu nehmen - es sei denn, um einen Bericht zu unterzeichnen. "Irgendwann habe ich begriffen, daß ich zwar ohne den OP leben kann, aber keinesfalls ohne das Zeichnen", sagt er heute dazu. Nun ist Zeidler kein Mann, der die Flinte ins Korn wirft. Was er anfängt, bringt er auch zu Ende. Im Falle seines Medizinstudiums sogar inklusive Auslands-Famulatur am Texas Heart Institute in Houston, Staatsexamen und Doktorarbeit; das Ganze summa cum laude. Dennoch hängte er nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums das Skalpell an den Nagel, als sich ihm die Möglichkeit bot. Diese kam im Jahr 1996. Ein unverbindliches Gespräch bei einer zufälligen Begegnung führte für Zeidler unerwartet zu dem Angebot, als storyboard artist an einer Fantasy-Film-Produktion mitzuwirken. Schon bald nach Einreichung der ersten Entwürfe wurde ihm außerdem die Mitarbeit als conceptual designer angeboten. Seither hat er an zahlreichen Film- und Fernsehprojekten mitgearbeitet, Werbespots und -illustrationen gestaltet und Erlebniswelten für Messen (wie z.B. die EXPO 2000) entworfen. Seine Arbeiten umfassen außerdem eine Reihe humoriger Bücher sowie zahlreiche naturwissenschaftliche Illustrationen und Modelle für Fachverbände und -Institutionen im Schwerpunktbereich Paläontologie. |
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